1. Karate-Club Passau e.V.


Kindertraining

Für Kinder und Jugendliche bieten wir ein spezielles Kindertraining an. Ein kostenloses Probetraining ist jederzeit möglich.
mehr Infos

Anfängerkurse

Natürlich bieten wir auch regelmäßig Anfängerkurse an, wo jeder Karate von Grund auf erlernen kann.
mehr Infos




AktuellesVereinKarate-DoGalerieKontaktLinksDownloadsImpressumSeitenverzeichnisMitgliedsbereich


Über uns | Unsere Trainer | Vorstand | Trainingszeiten | Dojo-Etikette | Mitgliedsbeiträge | Presse



Dojo-Etikette

"Ohne Etikette geht jeder Respekt verloren, die Kampfkunst gerät zum Schlägertum, die Gewalt tritt hervor."
"Das Ziel der Etikette: Du musst dein Gemüt so bilden, dass auch der roheste Schurke es nicht wagt, dich anzugreifen, selbst wenn du ruhig dastehst."
Inazo Nitobe (japanischer Schriftsteller am Anfang des 20. Jahrhunderts, versuchte als erster die japanische Geisteskultur dem Westen zugänglich zu machen)

Dojo Kun:
Die DOJO KUN sind die praktischen Anleitungen zur rechten Geisteshaltung. Sie dienen als Verbindung zwischen Philosophie des Do und der Technik. Sie gelten als vom Budogeist geforderter Auftrag den Weg (Do) nicht nur zu verstehen, sondern auch zu leben. Jeder kann im Abgleich mit den DOJO KUN seinen Fortschritt auf dem Weg herausfinden.


hitotsu jinkaku kansei ni tsutomeru koto!
Vervollkommne Deinen Charakter!
 
hitotsu makoto no michi o mamoru koto!
Bewahre den Weg der Aufrichtigkeit!
 
hitotsu doryoko no seishin o yashinau koto!
Entfalte den Geist der Bemühung!
 
hitotsu reigi o omonzuru koto!
Sei höflich!
 
hitotsu kekki no yu o imashimuru koto!
Enthalte dich der Gewalt und übe Selbstkontrolle!


Die 5 Regeln des Dojo Kun zum Anhören (mp3)


Unser Karategruß vor und nach dem Training

Rei (der Gruß): REI ist der symbolische Ausdruck des rechten Verhaltens. Es dokumentiert den Mittelpunkt der Verhaltensetikette und bekundet den Willen zu gegenseitigem Vertrauen, Achtung, Respekt und Loyalität. Allgemein unterscheidet man zwischen dem Gruß im Stehen (Ritsu-Rei) und im Sitzen (Za-Rei)

Rei bei Eintritt ins Dojo: Dieser Gruß wird im Stehen ausgeführt. Betritt ein Schüler das Dojo soll er all seine Alltagsprobleme draußen lassen, deshalb grüßt er vor dem Betreten des Dojo durch eine kurze Verbeugung. Diese Verbeugung dient auch der Konzentrierung der Gedanken auf das Karate und der Schüler erklärt sich bereit die Dojoregeln anzuerkennen.

Seiza: Mit Seiza bezeichnet man die Art des Sitzens auf den Fersen in den Kampfkünsten. Es ist neben dem Lotussitz und dem halben Lotussitz die wichtigste und verbreiteste Art des Za-sen. Bei SEIZA sitzt man auf den Fersen, die Knie sind auf natürliche Art und Weise geöffnet, nicht zu eng (zu instabil) und nicht zu weit (zu viel Druck auf die Gelenke und schlechte Etikette). Im Zen sollten die Hände in HOIN gehalten werden, d.h. Hände ineinander, Handflächen nach oben, die Daumen berühren sich. In den Kampfkünsten kann man auch die Fäuste oder offenen Hände auf die Oberschenkel ablegen. Der Rücken (Wirbelsäule) sollte "natürlich gerade" nicht "Rücken gerade, Brust raus" gehalten werden, dies ist Voraussetzung für eine korrekte Atmung. Der Übende muss die "optimale" Sitzhaltung individuell für sich herausfinden. Für Ungeübte ist es sehr schwer richtig und ruhig in SEIZA zu sitzen, deshalb sollte man dies mit besonderer Konzentration tun und dies nicht als lästige Pflicht abtun. Auch das richtige Abknien und Aufstehen sollte man bewusst tun.

Abknien: Z. B. Beide Knie beugen, dabei Hände auf die Knie legen, dann linkes Knie zuerst auf den Boden, danach rechtes Knie. Dabei den Rücken gerade halten. Auf die Fersen setzen. Handposition einnehmen, Kopf gerade.

Aufstehen: Po von Fersen anheben, rechten Fuß nach vorne aufstellen, linken Fuß auf Fußballen, dann aufstehen und gleichzeitig den rechten Fuß zum linken Fuß zurückziehen in MUSUBI-DACHI. Auch hierbei den Rücken gerade halten.

Mokuso: MOKUSO leitet sich von Mokusho-Zen (Zen der schweigenden Erleuchtung) ab. MOKUSO soll den Karateka auf die Konzentration und die Dojo Atmosphäre einstimmen, geistige Freiheit und Leere schaffen und ihn beim Üben zu einer von alltäglichen Dingen unbelasteten Selbsterfahrung bringen. Einfacher ausgedrückt, man soll effizienter trainieren können. Man kann sich sein Gehirn als Schwamm vorstellen, den man bei MOKUSO ausdrückt, die Alltagsprobleme rausquetscht und dann in einen Eimer mit der Aufschrift KARATE taucht um ihn damit vollsaugen zu lassen.

Shomen ni Rei (Gruß nach vorne): Shomen ni Rei wird im sitzen ausgeführt. Hierbei grüßen Schüler und Meister nach vorne Richtung Shomen. Die Bedeutung dieses Grußes ist das philosophische Prinzip, dass der Mensch bevor er sich weltlichen Dingen zuwendet, sich etwas zuwenden soll das größer und bedeutender ist als er. In unserem Falle ist das, das Ideal der Kampfkunst bzw. der "Ewige Meister".

Sensei ni Rei (Gruß zum Meister): Auch Sensei ni Rei wird im sitzen ausgeführt. Die Schüler grüßen den Meister (Sensei) nicht als den Menschen an sich, sondern als Verkörperung des Ideals der Kampfkunst bzw. des "Ewigen Meister". Der Gruß gilt als Demutsgeste, als erster Schritt zur Überwindung des individuellen Ego. Der Meister grüßt die Schüler als Ausdruck seiner Verbundenheit und für deren Fortschritt für den er sich verantwortlich fühlt.

Otagai ni Rei (Gruß der Schüler oder Übenden untereinander): Die Übenden grüßen untereinander um ihr Vertrauen und ihren Respekt für den Gegenüber auszudrücken.

Gruß vor der Übung: Ausdruck der Bitte und Aufforderung zum gegenseitigen Üben

Gruß nach der Übung: Ausdruck des Dankes für das gegenseitige Üben.

Rei vor und nach der Kata: Wird im stehen ausgeführt. Philosophisch gesehen wird auch hier etwas größeres und bedeutenderes als wir selbst gegrüßt. Dieser Gruß gilt auch als Gruß zu den imaginären Gegnern während einer Kata.

Rei vor und nach Kihon Übungen: Wird im stehen ausgeführt. Dieser Gruß ist hauptsächlich für einen selbst. Er dient zur eigenen inneren Einstellung und zur eigenen Konzentration.


Hygiene und Sauberkeit

Karate trainieren wir barfuß. Deswegen sollten wir vor dem Unterricht (wenn nötig) Hände und Füße waschen. Finger- und Fußnägel sollen kurz gehalten sein. Uhren, Kettchen, Ringe oder Armbänder sind abzulegen.
Das Dojo wird nur barfuß begangen. Der Gürtel (Obi) muß nach Vorschrift geknotet sein, so daß die Gürtelenden gleich lang herunter hängen. Der Gi soll stets sauber sein.

"Das höchste Ziel im Karate-Do ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Perfektion des menschlichen Charakters"
Gichin Funakoshi


  
 
© www.netzmotor.de